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Ein Regenrückhaltebecken dient dazu, Niederschlagswasser vorübergehend zu speichern und anschließend kontrolliert beziehungsweise gedrosselt abzuleiten. Dadurch können Kanalisation, Gewässer und nachgeschaltete Entwässerungssysteme vor zu hohen Abflussspitzen geschützt werden.

Damit das Rückhaltebecken seine Funktion zuverlässig erfüllt, muss das erforderliche Speichervolumen fachgerecht ermittelt werden.

Das Planungsbüro M. Rudolf unterstützt bei der Bemessung von Regenrückhaltebecken für Wohnungsbau, Gewerbe, Industrie und Infrastrukturprojekte.

Warum muss ein Regenrückhaltebecken bemessen werden?

Die Größe eines Rückhaltebeckens kann nicht allein anhand der Grundstücksfläche festgelegt werden. Entscheidend ist, wie viel Niederschlagswasser bei einem relevanten Regenereignis anfällt und wie viel Wasser gleichzeitig gedrosselt abgeleitet werden darf.

Ist das Rückhaltevolumen zu klein, kann es zu einer Überlastung des Systems kommen. Eine überdimensionierte Anlage kann dagegen unnötig große Flächen und Investitionen verursachen.

Eine fachgerechte Bemessung soll deshalb ein technisch ausreichendes und wirtschaftlich sinnvolles Rückhaltevolumen bestimmen.

Welche Faktoren bestimmen das erforderliche Rückhaltevolumen?

Für die Bemessung eines Regenrückhaltebeckens müssen verschiedene Eingangsgrößen berücksichtigt werden.

Angeschlossene undurchlässige Fläche

Dachflächen, Verkehrsflächen, Parkplätze und andere befestigte Flächen erzeugen einen deutlich höheren Regenwasserabfluss als unbefestigte Flächen.

Für die Berechnung wird deshalb unter anderem die tatsächlich abflusswirksame beziehungsweise reduzierte Fläche ermittelt.

Niederschlagsintensität

Die zu erwartende Niederschlagsbelastung ist ein zentraler Faktor der Bemessung. Dabei werden geeignete Niederschlagsdaten und Bemessungsregen für das jeweilige Projekt herangezogen.

Drosselabfluss

Ein Rückhaltebecken speichert das Wasser nicht dauerhaft. Über eine Drossel wird die Abflussmenge begrenzt.

Der zulässige Drosselabfluss muss entsprechend der örtlichen und technischen Randbedingungen festgelegt werden.

Überlaufhäufigkeit und Bemessungsansatz

Für die Bemessung eines Rückhalteraums spielt auch die angesetzte Überlauf- beziehungsweise Wiederkehrhäufigkeit eine Rolle.

Welche Werte anzusetzen sind, hängt vom Projekt und den jeweiligen Anforderungen ab.

Abflussbeiwert und Fließzeit

Auch Abflussbeiwerte und die Fließzeit des Niederschlagswassers können in die Berechnung einfließen und beeinflussen das erforderliche Rückhaltevolumen.

Regenrückhaltebecken nach DWA bemessen

Für die Bemessung von Regenrückhalteräumen ist das DWA-Regelwerk eine wichtige technische Grundlage. DWA-A 117 behandelt die Bemessung von Regenrückhalteräumen und beschreibt unterschiedliche Berechnungsansätze.

Welche Methode für ein konkretes Projekt geeignet ist, hängt unter anderem von der Größe und Komplexität des Einzugsgebiets sowie den Anforderungen an den hydraulischen Nachweis ab.

Wie läuft die Bemessung eines Regenrückhaltebeckens ab?

Bestands- und Flächenermittlung

Zunächst werden die angeschlossenen Flächen und deren Nutzung ermittelt. Dazu gehören beispielsweise Gebäude, Dächer, Parkplätze, Zufahrten und Verkehrsflächen.

Ermittlung der Niederschlagsbelastung

Im nächsten Schritt werden geeignete Niederschlagsdaten für das Projekt berücksichtigt.

Festlegung des Drosselabflusses

Anschließend wird geprüft, welche Wassermenge maximal weitergeleitet werden darf.

Berechnung des erforderlichen Speichervolumens

Aus den maßgeblichen Eingangsgrößen wird das notwendige Rückhaltevolumen ermittelt.

Dabei wird untersucht, bei welcher Kombination aus Regendauer und Niederschlagsintensität das größte erforderliche Speichervolumen entsteht.

Hydraulische Prüfung und Planung

Auf Grundlage der Berechnung kann das Rückhaltebecken beziehungsweise der Rückhalteraum dimensioniert und technisch in das Entwässerungssystem integriert werden.

Regenrückhaltebecken für Gewerbe und Bauprojekte

Regenrückhalteanlagen können bei sehr unterschiedlichen Projekten erforderlich werden, beispielsweise bei:

  • Gewerbegebieten
  • Industrieanlagen
  • Wohngebieten
  • Mehrfamilienhausanlagen
  • Einkaufszentren
  • Parkplätzen
  • Logistikstandorten
  • kommunalen Bauvorhaben
  • größeren Neubaugebieten

Insbesondere bei größeren versiegelten Flächen kann die kontrollierte Rückhaltung des Niederschlagswassers eine wichtige Rolle im Entwässerungskonzept spielen.

Oberirdisches oder unterirdisches Rückhaltevolumen?

Nicht jedes Projekt benötigt zwingend ein klassisches oberirdisches Regenrückhaltebecken.

Je nach Grundstückssituation können beispielsweise folgende Lösungen geprüft werden:

  • oberirdisches Regenrückhaltebecken
  • unterirdische Rückhaltespeicher
  • Speicherrigolen
  • Rückhaltekanäle
  • Kombinationen aus Rückhaltung und Versickerung

Welche Variante technisch und wirtschaftlich sinnvoll ist, hängt von den örtlichen Gegebenheiten, der verfügbaren Fläche und den Anforderungen an die Einleitung ab.

Genehmigung und Nachweise für Regenrückhaltebecken

Neben der eigentlichen Dimensionierung können für ein Regenrückhaltebecken weitere technische Unterlagen und Nachweise erforderlich sein.

Dazu können beispielsweise gehören:

  • Entwässerungsplan
  • hydraulische Berechnung
  • Nachweis des Rückhaltevolumens
  • Angaben zum Drosselabfluss
  • Darstellung des Überlaufs
  • Nachweis der Notentwässerung
  • Abstimmung mit dem zuständigen Entwässerungsträger

Die konkreten Anforderungen werden projektbezogen geprüft.

Ihre Vorteile mit uns

Bemessung nach DWA-A 117 Fachgerechte Berechnung des erforderlichen Rückhaltevolumens.
Drosselabfluss geplant Abflussmengen werden auf die örtlichen Anforderungen abgestimmt.
Ober- oder unterirdisch Becken, Speicherrigolen oder Rückhaltekanäle je nach Grundstück.
Nachweise inklusive Hydraulische Berechnung und Genehmigungsunterlagen aus einer Hand.

Rückhaltevolumen fachgerecht berechnen lassen

Wir ermitteln das erforderliche Speichervolumen für Ihr Regenrückhaltebecken nach DWA-A 117.

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