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Entwässerungseinrichtungen – Planung nach DIN 1986-100
Hausanschlüsse, Grundleitungen, Pumpwerke, Hebeanlagen – wir planen das gesamte Entwässerungssystem Ihres Objekts.
Entwässerungseinrichtungen sind das technische Rückgrat jedes Gebäudes. Was bei Trinkwasser- oder Gasleitungen selbstverständlich ist, gilt erst recht für die Abwasserführung: Sie muss dicht sein, hydraulisch korrekt dimensioniert, normgerecht verlegt und behördlich abgenommen.
Wir planen komplette Entwässerungssysteme für private, gewerbliche und kommunale Bauherren – vom Hausanschlusskanal über die Sammler im Untergeschoss bis zu Hebeanlagen, Rückstauverschlüssen und Notentwässerung.
Welche Einrichtungen gehören dazu?
Grund- und Sammelleitungen
Die Grundleitungen sind das Herz der Gebäudeentwässerung – sie liegen meist im Keller oder unter der Bodenplatte und führen das Abwasser zum Hausanschluss. Wir planen Grundleitungen nach DIN 1986-100 mit korrektem Gefälle (i. d. R. 1:50 bis 1:100), spannungsfreier Verlegung und Reinigungsöffnungen an allen Richtungsänderungen.
Hausanschluss-Schacht und -Kanal
Der Hausanschlusskanal verbindet Ihr Gebäude mit dem öffentlichen Kanalnetz. In München erfolgt der Anschluss auf Antrag bei der Münchner Stadtentwässerung; die Ausführung muss durch ein zugelassenes Tiefbauunternehmen erfolgen, die Dichtheitsprüfung wird durch einen Kontrollmeister überwacht.
Hebeanlagen und Rückstauverschlüsse
Liegen Räume unterhalb der Rückstauebene (in München typischerweise die Straßenoberkante), müssen Hebeanlagen nach DIN EN 12050 vorgesehen werden. Bei Schmutzwasser-Hebeanlagen ist eine zweite redundante Pumpe Pflicht. Rückstauverschlüsse allein reichen für fäkalienführende Abwässer nicht aus.
Regen- und Mischwasser
In großen Teilen Münchens herrscht Trennsystem – Regen- und Schmutzwasser werden getrennt geführt. In manchen Stadtvierteln (insbesondere im Innenstadtbereich) gilt noch das Mischsystem. Wir prüfen die örtliche Situation und planen entsprechend.
Bemessung und Hydraulik
Eine korrekte Bemessung ist entscheidend für die Funktion. Wir berechnen nach DIN 1986-100 mit den Anschlusswerten der einzelnen Sanitärobjekte (DU-Werte) und ermitteln den Schmutzwasser-Abfluss (Qww) sowie den Regenwasser-Abfluss (Qr) auf Basis der Münchner Bemessungsregenspende.
Ihre Vorteile mit uns
Häufig gestellte Fragen
Was ist die Rückstauebene?
Die Rückstauebene ist die Höhe, bis zu der bei einem Rückstau im öffentlichen Kanal das Abwasser maximal aufsteigen kann – in München in der Regel die Straßenoberkante an der Anschlussstelle. Räume unterhalb dieser Ebene müssen besonders gesichert werden.
Brauche ich eine Hebeanlage in meinem Keller?
Wenn Sanitäreinrichtungen (Dusche, WC, Waschbecken) unterhalb der Rückstauebene liegen, ist eine Hebeanlage Pflicht – ein Rückstauverschluss allein reicht nicht aus. Bei reinen Bodenabläufen kann ein Rückstaudoppelverschluss genügen.
Wer haftet bei einem Rückstauschaden?
Grundsätzlich der Eigentümer, wenn er die nach DIN 1986-100 erforderlichen Schutzmaßnahmen nicht eingebaut hat. Versicherungen zahlen oft nur, wenn der Stand der Technik eingehalten wurde.
Sind in München Trenn- oder Mischsystem vorgeschrieben?
Das hängt von der Lage des Grundstücks ab. In Neubaugebieten ist meist Trennsystem Standard; in der Altstadt findet sich oft noch Mischsystem. Wir prüfen die Vorgaben der Münchner Stadtentwässerung für Ihr Grundstück.
Wir planen Ihre komplette Entwässerung
Hausanschluss, Hebeanlage, Rückstauschutz, Regenwasser – ein Plan, ein Ansprechpartner.