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Regenwasser ist Wasser zweiter Klasse – aber mit erstklassigen Anforderungen. Es muss vom Schmutzwasser getrennt geführt werden, bei Starkregen begrenzt werden, möglichst vor Ort versickert oder genutzt werden. Die Münchner Stadtentwässerung verfolgt das Konzept der dezentralen Regenwasser­bewirtschaftung – und wir planen genau das.

Vier Strategien gegen den Starkregen

1. Vermeiden

Versiegelte Flächen reduzieren wo möglich – durch Pflasterfugen, Rasengittersteine, begrünte Höfe. Jeder Quadratmeter weniger Versiegelung bedeutet weniger Spitzen­abfluss bei Starkregen.

2. Verzögern (Rückhalten)

Wo Versiegelung unvermeidbar ist: Speicher schaffen. Rückhalterigolen, oberirdische Becken, Stauraumkanäle, begrünte Dächer. Mit gedrosseltem Abfluss in den Kanal nach DWA-A 117.

3. Versickern

Wo Boden und Grundwasser es zulassen: auf dem Grundstück versickern. Mulden, Rigolen, Schächte, Mulden-Rigolen-Kombinationen nach DWA-A 138. Mit Bodengutachten und ggf. wasserrechtlicher Erlaubnis.

4. Verdunsten

Begrünte Dächer, Fassadenbegrünung, Freiflächen mit Vegetation – verdunsten Regenwasser direkt ins Mikroklima zurück. Klimaanpassung und Hitzeschutz in einem.

Bemessung nach DWA-Regelwerk

Wir bemessen Versickerungsanlagen nach DWA-A 138 auf Basis der Münchner Bemessungsregenspende und der bodenmechanisch ermittelten Versickerungsfähigkeit (kf-Wert). Für die Starkregenvorsorge nutzen wir DWA-A 102 – mit Überflutungs­nachweis und Notentwässerungs­planung.

Ihre Vorteile mit uns

Starkregen-Bemessung Nach DWA-A 102 mit Überflutungs­nachweis.
Versickerung DWA-A 138 mit Bodengutachten und kf-Wert.
Regenwassernutzung Zisterne nach DIN 1989 – Garten und WC.
Begrünung Dach- und Fassadenbegrünung als integraler Teil des Konzepts.
Wasserrecht Erlaubnisantrag bei der Unteren Wasserbehörde.
Hydrologisches Konzept Vom Niederschlagsdiagramm bis zum Notentwässerungsweg.

Häufig gestellte Fragen

Was ist der Unterschied zu klassischer Entwässerung?

Klassisch: Regenwasser möglichst schnell in den Kanal. Modern: möglichst lange am Anfallort halten – versickern, speichern, nutzen, verdunsten. Klima-resilient und ressourcen­schonend.

Welche Münchner Bemessungsregenspende gilt?

Die KOSTRA-DWD-Werte für München sind die Grundlage. Für eine 5-jährliche Starkregen­serie 15 Min. Dauer rechnen wir mit ca. 290 l/s/ha; für Notentwässerungswege je nach Regelwerk höher.

Brauche ich für eine Zisterne eine Genehmigung?

Eine reine Gartenzisterne ist genehmigungsfrei. Wird das Wasser für WC-Spülung oder Waschmaschine genutzt, gelten die Regeln der DIN 1989 mit Trinkwassertrennung; Anzeige beim Gesundheitsamt.

Was kostet ein dezentrales Regenwasserkonzept?

Sehr abhängig von Grundstück und Konzept. Für ein typisches Einfamilienhaus mit Versickerung 5.000–12.000 € Ausführung; für ein Gewerbeobjekt entsprechend mehr. Die Planung liegt bei 10–15 % der Bausumme.

Regenwasser ganzheitlich bewirtschaften

Vermeiden, verzögern, versickern, verdunsten – wir planen Ihr Konzept nach DWA-Regelwerk.

089 680 93 172
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